Bauanleitung und Standorte

2020-12 Bauanleitung und Standorte

Bauanleitung und Standorte für Insektenhotels für solitäre Biene und Wespen.
Wichtige Voraussetzung ist zuerst, dass es in der Nähe auch Lebensräume gibt für die
Bienen und Wespen. Es ist aber erstaunlich, dass selbst ein kleines Insektenhotel im fünften Stockwerk auf einem Balkon besiedelt wird. Oft reicht ein kleines Biotop in Blumenkästen, auf Dächern oder Grünstreifen aus.

Bauanleitung und Hintergründe:

• Hinweise zum Material:
Unter „Materialien für Bienen – und Wespenwohnungsbau“ (Link setzen) sind diese ja schon mit Bildern vorgestellt.
Generell ist wichtig, dass die Löcher einen Durchmesser von 2 – 10 mm haben und hinten verschlossen sind. Größere Löcher werden nicht besiedelt, da unsere heimischen Insekten so groß nicht sind und dass verschließen des großen Lochdurchmesser dann auch viel zu viel Arbeit machen würde.
Wichtig ist auch, dass das Material atmungsaktiv ist und nicht luftdicht, wie etwa Glas, Metall
oder wasserfeste Ziegel. Bei luftdichten Materialien kann sich Feuchtigkeit ansammeln, so
dass sich bildet Schimmel bilden und die Brut zerstören kann.
Die Löcher müssen möglichst glatt sein. Wenn sie ausgefranzt sind, könnten sonst könnten
die zarten Flügel der Insekten beschädigt werden.
Stängel mit weichen Mark wie Holunder oder Brombeeren, welches die Insekten selber
aufbohren, werden nur von wenigen solitären Bienen und Wespen besiedelt. Die meisten
Insekten brauchen ein Loch, dass sie bereits vorfinden. Daher ist es besser, auch die
Markstängel mit Löchern zu versehen.

• Hinweis zum Löcher bohren
Es gibt ja über 500 solitäre Bienen und Wespen in Deutschland . Welche nun bei euch in der
Nähe Wohnen ist unklar und daher machen verschiedene Lochgrößen von 2 bis 10 mm
Sinn. So kann einziehen, wer auch schon in der Nähe bisher gelebt hat.
Für weiche Materialien ist ein Akkubohrmaschine ausreichend. Für das Bohren in Harthölzer
und Ähnliches empfiehlt sich eine elektrische Bohrmaschine. Für gut ausgerüstete
Heimwerker mit Platz kann eine Ständerbohrmaschine hilfreich sein.
Als Bohrer sind Holzbohrer zu verwenden. Die Bohrtiefe ist praktischerweise durch die
Bohrer – Länge vorgegeben.
Nach dem Bohren die Löcher von Holzmehlresten reinigen, z.B Ausklopfen

• Hinweise zum Aufstellort
Es kann ein Garten, eine Grünanlage oder auch ein Balkon sein. Wichtig ist, dass es auch
ein Nahrungsmittel Biotop in der Nähe gibt. Diese sollte nicht deutlich über 1000 Meter weg
sein, denn sonst müssen die Insekten zu lange Strecken fliegen. Fliegen kostet viel Energie
nicht nur beim Menschen im Flieger sondern auch bei Insekten.
Die Nesthilfe sollte fest verankert sein. Insekten mögen es nicht, wenn sich ihr Haus im
Winde wiegt oder bewegt.
Die Nisthilfe sollte auch nicht nass werden, braucht also ein Regendach oder einen
trockenen Ort zum Aufstellen. Ja und Bienen und Wespen brauchen eine freie Flugbahn zur
Nisthilfe ohne Blätter oder Äste die Sicht und Flug behindern.